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Mama & Tochter Tag

Es war einmal an einem windigen Septembertag ein kleines, schüchternes Mädchen und ihre starke Mama...

Kapitel 1 - Wage einen Überblick!

Beide standen auf einem hohen Gipfel, auf dem Hohenstaufen im Märchenlandkreis Göppingen. Das Wetter war frisch, ebenso die angenehme blaue Luft, die sich wie ein Band um die Felsen legte. Ab und an schaute die Sonne mit ihren warmen Herbstlicht vorbei, bevor sie sich am Abend wieder schlafen legen wollte. Sie war extra auf einen Besuch vorbei gekommen, weil sie wusste, dass die Mama und ihre Tochter sie gerne sahen. Die kargen Felsen und das schon vertrocknende Gras erblühten noch ein letztes Mal dieses Jahr in einem schimmernden Goldton, erwärmten das Herz  und unterstrichen das herzliche Lachen von Mama und Kind. Beide hatten diesen langen, beschwerlichen Weg auf sich genommen, um den Berg zu erklimmen, um sich einen Überblick über ihre gemeinsame Reise zu machen. Sie hatten schon so viel beschwerlichen Weg auf sich genommen, so viele Gezeiten und Stürme hinter sich gebracht, da war es nun an der Zeit, einmal kurz zur Ruhe zu kommen...

Kapitel 2 - Wenn dich die Angst überrollt...

Doch plötzlich find die Welt um sie herum an sich zu verändern. Der Wind peitschte, der Himmel war bedrohlich grau, die Blätter und das Gras tanzten wie wild umher. Die Sonne wich mehr und mehr dem düsteren Himmel, ihre warmen Strahlen versteckten sich hinter schweren Regenwolken. Wundersamerweise hatten die Mama und ihr Kind nicht eine Sekunde lang Angst, denn sie hatten ja sich, einander. Solange sie aufeinander aufpassen würden, könnte ihnen die grummelige Natur nichts anhaben. Mit einem lauten Lachen wird der Wind schon zu übertönen sein und wenn ich bei Mama bleibe, kann er mich nicht wegtragen, dachte sich das Mädchen.

So nahmen sie sich bei der Hand und suchten den Berg nach neuen Orten ab, nach einem Versteck nur für sie beide, wo sie einfach nur Zeit für sich hatten.

Kapitel 3 - Du bist nicht allein, ich bin immer für dich da!

Einen Rückzugsort zu finden war nicht einfach, sie suchten die grünen Wiesen und die Felder ab, aber überall wo sie waren, verfolgte sie der immer stärker werdende Wind hin. Selbst der Regenschirm bot ihnen keinen Schutz mehr, er ging unter dem kräftigen Wind einfach kaputt. Was nicht kaputt ging, war die Freude der Mama und ihrer Tochter, sie begriffen, dass sie zwar dem Sturm nicht ausweichen, sehr wohl aber mit ihm umgehen konnten. So schnappte sich das Mädchen die umherwirbelnden Blätter, untersuchte ihre Umwelt und fand Gefallen an der Bewegung. Alles bewegt sich immer, ob mit oder ohne Sturm, Mama bewegt sich, das Kind bewegt sich, die Zeit steht nie still. Als die beiden verstanden, dass der Tanz der Welt ihnen keine Angst machen braucht, sondern sogar zusammen spaßig und spannend sein kann, gingen sie glücklich und beruhigt Hand in Hand nach Hause...

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